Die Nacht war sehr erholsam. In unserem Zimmerchen war es sehr leise, ähnlich wie zuhause. Pünktlich um 9:00 Uhr hatte Enzo uns dann auf der Terrasse das Frühstück serviert und um 10:00 Uhr ging es dann mit Luigi und zwei Amis zu einer geführten Tour durch die Sassis. Sagenhaft unter welchen Umständen die Menschen dort gelebt haben. Erst 1968 wurden die letzten "evakuiert".
Aber andererseits ist es ebenfalls beeindruckend sich vorzustellen, dass Menschen dort seit ca. 20.000 Jahren ununterbrochen gewohnt haben. Der Ursprung eines jeden Hauses ist eben eine Höhle, die zuerst verschlossen wurde, eine Tür und ein Fenster bekam und dann Stück für Stück erweitert wurde. Nach innen war das durch Schürfungen in dem relativ weichen Tuffstein möglich, nach außen wie es der Platz und die örtlichrn Gegebenheiten zuließen. Das Gesamtwerk ist einfach phänomenal. Ohne einen ursprünglichen Plan ist ein harmonisches Gebilde mit Straßen, Plätzen, einem Wassersystem etc. entstanden. Seit die Sassi di Matera 1993 zum Weltkulturerbe deklariert wurden, wird ganz viel in die Rekonstruktion und den Erhalt investiert. Kaufen kann man die Häuuser nicht, aber für 99 Jahre pachten und ist natürlich an Auflagen gebunden. Inzwischen leben wieder 2000, gegenüber ehemals 60.000 Menschen dort und haben viele der Häuser schon auf modernen Standard aufgerüstet. Für den restlichen Tag war dann Ruhe angesagt.
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